Die St.-Alban-Vorstadt soll zwischen St.-Alban-Graben und Malzgasse als Begegnungszone signalisiert werden. In einer Begegnungszone haben Fussgängerinnen und Fussgänger Vortritt und die Geschwindigkeit für den rollenden Verkehr beträgt maximal 20 km/h.

Heute ist das Trottoir zum Teil viel zu eng. Darauf abgestellte Bebbisäcke oder Fahrzeuge behindern den Fussverkehr zusätzlich. Die Sicherheit ist auf gewissen Abschnitten der St.-Alban-Vorstadt nicht gewährleistet. Diese Tatsache attestiert auch die bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung). In ihrem Bericht hält sie zudem fest, dass das vorliegende Projekt einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Verkehrsteilnehmenden bringen wird. Mit der Realisierung von Massnahmen zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs in der St. Alban-Vorstadt besteht nun die Möglichkeit, die Situation für Fussgängerinnen und Fussgänger signifikant zu verbessern. Wegen des Fussgängervortritts in Begegnungszonen braucht es auch in der St. Alban-Vorstadt schlicht und einfach keine Trottoirs. Die neue Strassenquerschnitts-Aufteilung ermöglicht den zu Fuss Gehenden endlich, den eindrücklichen Strassenraum, die sehenswerten Schaufenster und die schönen Fassaden wahrzunehmen und geniessen zu können. Das neue Verkehrsregime und die vorgesehenen Massnahmen fördern zudem die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen rollendem und gehendem Verkehr im Sinne von «zämme goohts besser». Von der Neugestaltung profitieren werden letztlich die Anwohnenden, die Altstadtbesuchenden und vor allem die zu Fuss Gehenden jeden Alters.

Die Fachorganisation «Fussverkehr Region Basel» ist überzeugt, dass mit einem Ja am 10. Februar die St.-Alban-Vorstadt mit geringen Investitionen einen nachhaltigen Mehrwert und eine signifikante Verbesserung für Fussgängerinnen und Fussgänger erlangen wird.

Andreas Stäheli, Geschäftsführer Fussverkehr Region Basel

Leserbrief in der BaZ vom 31. Januar 2019

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