Die heutigen Trottoirs sind zu schmal: Für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator und für Kinderwagen sind sie nicht befahrbar. Insbesondere aus Sicht der Behindertengleichstellung ist eine niveaugleiche Gestaltung eine deutliche Verbesserung.

Die neue Gestaltung bringt eine Verkehrsberuhigung und mehr Platz für Menschen, die zu Fuss unterwegs sind: Mit dem Einrichten einer Begegnungszone wird das Tempo-Limit auf 20 km/h gesenkt. Der Wegfall der Trottoirs schafft erheblich mehr Platz für die Fussgänger_innen: Rechnet man nur den künftig gepflästerten Bereich ein (obwohl rechtlich auch auf der asphaltierten «Fahrbahn» FussgängerInnen-Vortritt herrscht), ist es ungefähr die 1,5fache Fläche, die den Fussgängerinnen und Fussgängern «gehört».

Das tiefere Tempolimit bringt mehr Lebensqualität und mehr Sicherheit: Die Temporeduktion führt sowohl zu weniger Lärm durch den motorisierten Verkehr als auch zu einer spürbaren Beruhigung der Verkehrssituation. Erwiesenermassen sind Verkehrssituationen, in denen die Geschwindigkeits-Differenz zwischen den schnellsten und den langsamsten Verkehrsteilnehmenden möglichst gering ist, sicherer.

Wir schaffen eine Strasse, in der man sich gerne aufhält: Die neue Gestaltung lässt eine flexiblere Nutzung zu. Restaurants können einfacher «uuse stuehle», beim Überholen unter Fussgänger_innen muss man nicht «auf die Strasse» ausweichen, beim Kreuzen von Velos mit Autos entstehen weniger gefährliche Situationen. Die «neue» St. Alban-Vorstadt lädt mehr zum Flanieren und zum Verweilen ein – dies auf einer wichtigen Altstadt-Achse.

Die Basler Altstadt endet nicht am Kunstmuseum: Die St. Alban-Vorstadt führt von Münsterplatz-Rittergasse-Kunstmuseum direkt auf das St. Alban-Tor zu – eine wichtige Altstadt-Achse. Die umgestaltete Strasse wird zum Spazieren und Lädele einladen. Heute ist es zum Teil nicht möglich, die Schaufensterauslagen anzusehen, das viel zu schmale Trottoir lässt ein Stehenbleiben nicht zu.